Buch

Dienstag, 18. März 2008

Die "Feuchtgebiete" der Charlotte Roche

Charlotte Roche ist derzeit allgegenwärtig. Egal, welche Zeitung / Zeitschrift man aufschlägt - immer findet man etwas über Roche (die in ihren Interviews sensationell unsympathisch wirkt, wie ich finde) und ihren ersten Roman "Feuchtgebiete" (Dumont; 14,90 €), der in dieser Woche Platz 2 der Focus-Bestsellerliste verteidigte.

Seltsamerweise wird das Buch, das von der Autorin als "aufklärerisch" angepriesen wird, aber am Ende doch nur billige Provokation ist, zumeist gelobt.

Umso schöner, auch mal eine Rezension zu lesen, die eher der Wahrheit entspricht.

Dienstag, 26. Februar 2008

Nick Hornby: Slam

slam Immer, wenn ein neuer Roman von Nick Hornby erscheint, greife ich blind zu. Und das, obwohl ich nicht der allergrößte Fan des Engländers bin. Wahrscheinlich mag ich ihn ohnehin nur so gern, weil er ähnliche Interessen hat wie ich: Fußball, Musik und Bücher.

In "Slam" befasst sich der Londoner mit einem in England weit verbreiteten Thema, nämlich dem der ungewollten Schwangerschaften unter Teenagern. Held des Romans ist der 15jährige Sam, selbst die "Folge" einer Teenagerschwangerschaft. Er selbst ist ein ganz normaler Jugendlicher, der am liebsten Skateboard fährt und seine ganze Menschenkenntnis aus Tony Hawks Biographie bezieht. Tony Hawk, beziehungsweise ein Poster des weltbesten Skaters, befragt Sam immer dann, wenn er nicht mehr weiter weiß in seinem Leben.
Dementsprechend geschockt reagiert der etwas naive Junge, als ihm seine Freundin Alicia eröffnet, dass sie ein Kind erwartet...

"Slam" - in England verkauft als Jugendbuch - ist sicher nicht Hornbys bester Roman, aber dennoch durchaus lesenswert. Besonders beeindruckend ist dabei, wie authentisch der mittlerweile 50 Jahre alte Nick Hornby die Geschichte aus der Sicht eines 15jährigen erzählt.

Nick Hornby: Slam (Kiepenheuer und Witsch; 17,95 Euro).

Dienstag, 22. Januar 2008

Eine verlorene Kindheit

Wie lebt eigentlich die Unterschicht? Dieser Frage geht der flämische Autor Dimitri Verhulst in seinem pseudo-autobiographischen Roman “Die Beschissenheit der Dinge” auf den Grund. Episodenhaft schildert der kleine Dimitri seine Kindheit in einem flämischen Dorf, wo er zusammen mit seiner Großmutter, seinem Vater und mehreren Onkeln - allesamt begnadete Säufer und absolute Nichtsnutze - in ärmlichen Verhältnissen aufwächst.
Die Tragik und Tristesse dieser verlorenen Kindheit verbirgt sich in Verhulsts Roman zwischen den Zeilen. Vordergründig geht es nämlich meist äußerst skurril und teilweise brüllend komisch zu, etwa wenn Onkel Herman eine promillelastige Version der Tour de France organisiert, oder wenn sich die Familie, nachdem der geliebte Fernseher den Geist aufgegeben hat, bei den iranischen Nachbarn einlädt um einen TV-Auftritt ihres Idols Roy Orbison sehen zu können.
Dimitri Verhulst gelingt in diesem Buch ein beachtlicher Spagat: Er nimmt sich eines ernsten Themas an und schreibt äußerst vergnüglich darüber, ohne seine liebevoll herausgearbeiteten Protagonisten ins Lächerliche zu ziehen. Sehr lesenswert!

Dimitri Verhulst: “Die Beschissenheit der Dinge”; Sammlung Luchterhand 2007; 8 €.

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