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Antje Vollmer löst die Tibetfrage

Antje Vollmer, von 1998 bis 2005 Bundestagsabgeordnete für die Grünen und Bundestagsvizepräsidentin, löst heute in einem in der SZ erschienenen Essay die Tibetfrage. Sie sieht die derzeitige Krise als eine Art Auftakt zu einem neuen Kalten Krieg. Schuld an der verfahrenen Situation hat ihrer Meinung nach übrigens - wer sonst? - die US-Regierung. Wir (also die westlichen Staaten) hätten es schaffen können, China und Tibet zu einer gütlichen Einigung zu bewegen ("ein Land - zwei Systeme"), die für beide Seiten akzeptabel gewesen wäre. Allerdings erkannte George W. Bush früh, dass sich die USA, indem sie China den Schwarzen Peter zuschieben, einen klaren Wettbewerbsvorteil im Kampf um die zukünftige Weltmachtsposition sichern können.
Darüber, inwieweit Vollmers Thesen realistisch sind, kann diskutiert werden - interessant ist ihre Sichtweise aber allemal.

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